Zwei Kinder im Neoprenanzug reiten gemeinsam eine Welle

Was passt besser...

Eine berechtigte Diskussion. Und mit dem Aufschwung moderner Wavepool-Technologie in ganz Europa, vom Wavegarden Cove in den Schweizer Alpen bis hin zur Wave Bristol in Südwestengland, haben Surfer mehr Auswahl denn je.

Aber ist mehr Auswahl wirklich besser? Und liefern künstliche Wellen dasselbe Erlebnis wie der Ozean?

Wenn du dich fragst, welcher Wellentyp zu dir passt, haben wir die Antworten.

Hier ist unser Vergleich zwischen Wavepools und Ozeansurfen.

  • Sonnenuntergang über El Palmar, Spanien
    Die Sonne geht über El Palmar unter und taucht Meer, Strand und Küstenlandschaft in Südspanien in warmes Licht

Der Aufstieg der Wavepools und die Suche nach der perfekten Welle

Keine Sorge, wir sind nicht hier, um Wavepools schlechtzureden. Einige von ihnen sind beeindruckende Beispiele moderner Surftechnologie. Kontinentaleuropa und das Vereinigte Königreich erleben aktuell einen regelrechten Boom an neuen Wavepool-Projekten:

  • München: Heimat der berühmten Eisbach-Flusswelle und jetzt auch von O2 SURFTOWN Munich. Ersteres steht für Flusssurfen in seiner rohesten Form, Letzteres für High-End-Wavepool-Surfen mit dem Flair eines Golf- und Countryclubs

  • Alaïa Bay (Schweiz): Europas erster Wavegarden Cove, wo man im Binnenland surft, mit Schweizer Präzision und Bergpanorama

  • Surf Snowdonia (UK): einer der ersten kommerziellen Wavepools, die ihre Türen öffneten.

  • The Wave Bristol (England): ein beliebtes Ziel für Surfer jeden Alters, mit offenen Sessions und strukturierten Kursangeboten

  • Surf Lakes (Australien) und Surf Ranch (USA): prominente Beispiele dafür, wie weit die Technologie inzwischen gehen kann

Zum Zeitpunkt dieses Artikels sind noch weitere Surfparks in Planung oder Bau in Europa und darüber hinaus, bieten sie Anfängern, Kindern und fortgeschrittenen Surfern die Möglichkeit, zu surfen, ohne ihre Stadt verlassen zu müssen.

Definitiv eine spannende Entwicklung für den Surfsport.

Wir verstehen den Reiz: Wavepools sind kontrolliert, effizient und du weißt genau, welche Art von Welle du bekommst.

Doch so sehr sie in Sachen Bequemlichkeit punkten, mit dem, was der Ozean bietet, können sie nicht ganz mithalten: echtes Abenteuer, direkter Zugang zur Natur und ein tiefenwirksames Erlebnis, das kein Chlorbecken der Welt liefern kann.

Schauen wir uns das genauer an.

  • Surfer macht einen Turn auf einer Welle im Wavepool
    Ein Surfer setzt einen sauberen Turn auf einer Welle im Wavepool und carvt kontrolliert über die künstliche, glatte Wasserfläche

Pro Wavepools: Komfort, Kontrolle und garantiertes Surfen

Der Reiz ist sofort nachvollziehbar:

  • Vorhersehbare Wellen: kaum Wartezeit, kein Rätselraten. Wavepools liefern immer wieder dieselbe Wellenform, -größe und -frequenz. Ideal, um Technik zu verfeinern oder endlich den perfekten Cutback oder Air zu stehen

  • Keine Flat Days: Im Gegensatz zu Ozeanspots, die auf Swell und Gezeiten angewiesen sind, laufen Wavepools nach Plan. Perfekt für alle mit engem Zeitbudget oder klarem Trainingsfokus

  • Urbanes Surfen: Du kannst an Orten surfen, die weit weg vom nächsten Strand liegen, zum Beispiel mitten in der Schweiz oder am Stadtrand einer Großstadt in Deutschland oder England

  • Wiederholung = Fortschritt: Du willst 30 identische Linkswellen hintereinander, um deinen Bottom Turn zu perfektionieren? Buche die passende Session und geh an deine Grenzen

Für Einsteiger und leistungsorientierte Surfer bieten Wavepools schnelle Fortschritte.

Es ist wie ein Skatepark fürs Surfen, strukturiert, planbar und genau dann verfügbar, wenn du ihn brauchst. Du kommst an, ziehst dich um und surfst eine Stunde lang konstante Wellen. Manche Surfparks haben sogar einen Surfshop oder ein Restaurant direkt auf dem Gelände, ideal zum Entspannen nach der Session.

ABER…

  • Surferin im Neoprenanzug reitet eine Welle und zeigt der Kamera ein Shaka-Zeichen
    Eine Surferin im Neoprenanzug reitet eine Welle und zeigt mit einem breiten Lächeln ein Shaka in Richtung Kamera

Pro Ozeansurfen: wild, ursprünglich und genau das, was dein Nervensystem braucht

Ozeansurfen ist unbequem, unvorhersehbar und manchmal frustrierend. Und gleichzeitig eines der erdendsten, nährendsten und demütigendsten Dinge, die du tun kannst.

Deshalb sind (und bleiben) wir Menschen des Meeres.

  • Keine Session gleicht der anderen: Der Ozean wiederholt sich nicht. Du lernst nicht nur Technik, sondern auch Anpassungsfähigkeit. Du liest die Wellen, reagierst in Echtzeit und entwickelst ein Gefühl für das Wasser

  • Du bist in der Natur, nicht umgeben von Beton: Statt unter Flutlicht anzustehen, paddelst du unter freiem Himmel hinaus, mit Sand unter den Füßen und Salz auf der Haut. Vögel über dir. Sonnenuntergang am Horizont. Der Geruch des Meeres und das Donnern der Brandung (statt Maschinenlärm) 

  • Es ist ein Abenteuer, kein Termin: Du checkst den Forecast, packst das Auto und fährst (oder gehst wie bei A-Frame zu Fuß) zum Strand. Vielleicht sind die Wellen mittelmäßig, vielleicht sind sie fantastisch. Es ist eine Reise, keine bloße Buchung

  • Heilende Energie: Der Atlantik hat seinen eigenen Rhythmus, manchmal sanft, manchmal kraftvoll und erinnert dich daran, wie klein (und lebendig) du wirklich bist

  • Community-Vibes: Lokale Surfspots haben ihren ganz eigenen Rhythmus und ihre eigene Kultur. Von morgendlichen Grüßen im Line-Up über Kaffee nach der Session bis hin zu Beach Cleanups und spontanen Jam-Sessions. Viele sagen: Ozeansurfen ist mehr als nur ein Sport, es ist ein inspirierter Lebensstil

  • Männlicher Surfer reitet eine Welle und lächelt breit
    Ein männlicher Surfer reitet eine Welle und hat ein breites Lächeln im Gesicht

Die entscheidende Frage: Was für ein Surferlebnis suchst du?

Am Ende läuft alles darauf hinaus: Willst du möglichst viele Wellen und schnelle Wiederholungen in kurzer Zeit? Oder sehnst du dich nach dem Gefühl, wirklich draußen den Elementen ausgesetzt zu sein… etwas Echtes, etwas Wildes zu erleben?

Wähle den Wavepool, wenn du auf der Suche bist nach:

  • Einer vorhersehbaren, performance-orientierten Umgebung

  • Der Möglichkeit, Technik gezielt immer und immer wieder zu trainieren

  • Surfen in Städten oder im Binnenland

  • Einer schnellen Session ohne großen Reiseaufwand

  • Zugang zu Infrastruktur wie Surfshops, Cafés oder Equipmentverleih

Wähle den Ozean, wenn du auf der Suche bist nach:

  • Einem ganzheitlichen Naturerlebnis für Körper und Sinne

  • Einer Auszeit von der Routine und dem Bildschirm

  • Dem Gefühl, die Wildheit der Welt zu spüren und deinen Platz darin zu finden

  • Den tieferen Effekten des Surfens, nicht nur dem Muskelgedächtnis

  • Echten Wellen, echter Kraft und echtem Abenteuer

FAQ

Ja. Genau das macht es so erfüllend. Du entwickelst nicht nur Technik, sondern auch Bewusstsein, Geduld und Demut.

Überhaupt nicht. Wenn du paddeln, aufstehen und über dich selbst lachen kannst, bist du startklar. Unsere Surf- und Yogastunden helfen dir außerdem dabei, Kraft und Flow aufzubauen.

Auf jeden Fall. Viele unserer Gäste machen ihre ersten Erfahrungen im Wavepool und kommen zu uns, um das Echte zu erleben.

Manchmal, ja. Aber genau das macht das Lernen so spannend und wir helfen dir, die passenden Bedingungen und Spots für dein Level zu finden.

Perfekt. Wavepools und der Ozean können sich wunderbar ergänzen. Aber wenn es um deinen nächsten Surftrip geht, sagen wir: Ab an den Strand.

Bereit, Chlorwellen gegen salzige Luft zu tauschen?

Egal, ob du zum ersten Mal auf dem Brett stehst oder bereits deine fünfzigste Session dieses Jahr surfst, Surfen bedeutet immer mehr als nur die Anzahl der Wellen.

Wenn du frische Luft, warmes Wasser, traumhafte Sonnenuntergänge und dieses unvergleichliche Post-Surf-Nickerchen suchst, das es nur nach einer echten Ozeansession gibt… dann weißt du, wo du uns findest!

🥳 Celebrating 20 Years of Surf, Yoga & Community 🥳