Donnerstag, 13. August 2020

Dein eigenes Surfbrett kaufen - der ultimative Guide

Surfen

Die Surf-Leidenschaft hat dich gepackt und du möchtest dein eigenes Surfbrett kaufen? Beim Kauf eines Surfboards stellen sich Fragen wie "Welches Surfboard ist das Richtige?", "Sollte ich überhaupt ein Surfbrett kaufen?" und wenn ja, "neu oder gebraucht?". Da sich viele Surfer beim ersten Kauf für ein ungeeignetes Surfbrett entscheiden, haben wir dir einen Kauf-Guide zusammengestellt. Denn was bringt dir ein hübsches Brett, wenn du damit im Wasser keinen Spaß hast? Nichts. Eben. Wir verraten dir, worauf du beim Surfboard Kauf achten musst, wie du ein passendes Surfbrett findest und welche Fehler du vermeiden solltest. Freu dich auf unseren ultimativen Guide zum Surfbrett Kauf - und auf dein erstes Surfbrett!

Surfbrett kaufen - Was beachten?

Was musst du also beachten, wenn du das erste Mal ein eigenes Surfbrett kaufen möchtest? Im folgenden Beitrag gehen wir auf die unten stehenden Punkte ein. Wenn du dich lediglich für einzelne Punkte davon interessierst, gelangst du über die Sprungmarken mit einem Klick zum gewünschten Kapitel. 

1. Welches Surfbrett kaufen?

Beim Surfbrett kaufen wählen viele ein Board danach aus, wie es aussieht. Ein cooler Shape, nicht zu groß und die Farben sollten auch stimmen. Die meisten Surfer, vor allem Anfänger oder intermediate Surfer, neigen dazu sich ein zu kleines Surfboard zu kaufen. Zu klein bedeutet, dass es dem Surf-Level und auch dem Fitness-Level nicht entspricht. Das Surfboard sieht dann zwar lässig aus, im Wasser bringt es aber wenig Freude. Weshalb viele Surfer zu schnell zum kleinen Surfbrett greifen, erklären wir dir im folgenden Abschnitt.

Mythos Shortboard - Warum kleiner NICHT besser ist

Der Mythos vom lässigen Shortboard (kurzes Surfbrett) hält sich hartnäckig. Gerade Surf-Neulinge denken, dass ein Surfer mit kleinem Brett der bessere Surfer sei. Ein großes Surfbrett empfinden viele als peinlich, ein Softtop Surfboard sowieso. Diese - übrigens falsche - Annahme hat zwei Wurzeln:

1) Die guten Surfer am Surfspot haben immer kleine Surfbretter

Wenn man vermeintlich bessere Surfer beobachtet, sind diese oft auf kurzen Surfbrettern im Wasser. Sie scheinen mühelos die Welle entlang zu gleiten und Turns in die Wellenwand zu zaubern. Jeder ambitionierte Surfanfänger möchte das natürlich auch irgendwann können. Die meisten Surf-Anfänger gehen davon aus, dass kurze Bretter die Lösung sind. Denn nur Anfänger und Kooks surfen mit langen und dicken Surfboards. Wenn man aber ein cooler fortgeschrittener Surfer sein möchte, sollte man schnellstmöglich auf ein Shortboard umsteigen. Denn nur damit lassen sich radikale Turns surfen.

Was viele bei dieser Beobachtung vergessen: Diese Surfer leben entweder am Meer und surfen schon ihr ganzes Leben. Oder aber sie surfen schon jahrelang und sind entsprechend fit, um auch mit einem kleinen Surfbrett viele Wellen zu bekommen. Es bedarf seeeeeeehr viel Übung und Training, um solche Turns mit einem Shortboard zu surfen. Der Durchschnitts-Urlaubs-Surfer hat oft nicht genügend Power in den Armen, um eine Welle mit einem Shorboard zu catchen. Er muss sich Fitness und Skills erst einmal antrainieren. Außerdem ist ein kleines Surfbrett auch nicht für alle Wellen-Bedingungen geeignet. 

2) Profi-Surfer haben kleine Surfbretter

In den Surfmedien wird suggeriert, dass Shortboarden quasi das einzig Wahre ist. Und natürlich es toll, mit dem Shortboard harte Turns in steilen Wellen zu surfen. Man darf aber nicht vergessen: Es werden fast nur Videos veröffentlicht, in denen Profis auf kleinen Surfboards radikale Manöver surfen. Das Problem dabei: Die guten Surfer, die man in diesen Videos oder bei Contests beobachtet, haben schon jahrelange Surferfahrung. Vor allem verfügen sie über die berets angesprochene Paddel-Fitness, um mit solchen Surfboards von der Welle mitgenommen zu werden. 

Deshalb ist ein Shortboard für Anfänger nicht geeignet

Selbst wenn man die Paddelpower besitzt, um eine Welle zu bekommen und selbst wenn man den Take-off auf dem instabilen Brett schafft, ist es sehr schwierig so ein kleines Brett richtig in der Welle zu manövrieren. Denn - Achtung, jetzt wird es technisch: Solche Bretter müssen sehr nah am stärksten Teil der Welle (Pocket) gesurft werden. Andernfalls sinken sie aufgrund ihres geringen Volumens stark in die Wellenwand ein und werden abgebremst. Als Surf-Anfänger oder Intermediate surft man aber oft an der eher kraftlosen Schulter der Welle. Mit einem voluminösen Brett ist das kein Problem, man kann die Geschwindigkeit durch den Auftrieb schwache Teile der Welle surfen. Das Shortboard würde aber einsinken und der Surfer verliert die Welle. 

Ein weiterer Vorteil ist das Vorankommen beim Paddeln. Denn zum einen bekommst du mit einem Surfbrett mit viel Volumen mehr Wellen. Außerdem musst du dich im Line-up oft von A nach B bewegen, um die Welle am Peak zu erwischen. Das gestaltet sich auch viel einfacher und kraftsparender mit einem Surfboard, das viel Auftrieb bietet. 

Der Vorteil von einem kleinen Surfbrett

Wir möchten kleine Surfbretter aber nicht schlecht reden. Unsere Surflehrer haben neben größeren Surfboards auch Shortboards in ihrem Quiver. Denn natürlich hat ein kleineres Surfbrett auch Vorteile: Es dreht viel schneller und bieten Kreativität für deine Perfomance. Du kannst ohne Weiteres das Ziel verfolgen, auf ein kleineres Brett zu wechseln, wenn du beginnst, dich auf einem großen Surfbrett zu langweilen. Bis es soweit ist, empfehlen wir dir ein größeres Surfbrett. Denn wenn man ein so genannter landlocked Surfer ist und nur vereinzelte Tage oder Wochen im Jahr ins Wasser kommt, folgt man besser dem Motto von Profi-Surfer Rob Machado:

“Foam is your friend. Don't be scared of it. A little bit of extra foam here and there is good for the soul and for your surfing”. 

Surfbrett kaufen - welcher Surfboard Shape?

Viele die sich ein Surfbrett kaufen möchten, stehen vor der großen Frage: Welcher Surfboard Shape ist der Richtige für mich? Schließlich gibt es viele unterschiedliche Formen wie Longboard, Mini Malibu, Shortboard, Fish und viele Zwischen-Varianten. Die Tails haben unterschiedliche Formen und jedes Surfbrett hat verschieden viel Volumen. In unserem Surfboard Design Guide erklären wir detailliert die Bestandteile eines Surfbretts und welche Vor- und Nachteile sie mit sich bringen. Wir gehen darin außerdem auf die unterschiedlichen Shapes ein und welchen Einfluss sie auf die Performance des Surfboards haben können. 

Wenn es dir zu aufwendig ist, dich in dieses Thema einzulesen kannst du dir das folgende Video ansehen. Oder aber du gehst in den Surfshop oder zum Shaper deines Vertrauens und lässt sich ausgiebig beraten.

Surfboard kaufen - welches Volumen?

Wie viel Volumen sollte mein Surfbrett haben? Diese Frage bekommen wir immer wieder gestellt. Im Netz gibt es zahlreiche Volumen-Rechner, die dir das vermeintlich perfekte Volumen ausrechnen. Wir empfehlen den Volumenrechner von Surfsimply. Denn dieser Kalkulator berücksichtigt Körpergewicht und realistische Surflevel. Das Surflevel wird, unserer Erfahrung nach, bei vielen anderen Rechnern nicht angemessen eingeschätzt. Welche Rolle das Volumen eines Surfboards beim Surfbrett kaufen spielt, haben wir ausführlich im Blog-Text zum Surfboard-Design behandelt.

Video zum Surfboard Kauf - Volume, Shape, Größe usw.

Surfbrett kaufen gebraucht oder neu?

Tipp für Anfänger

Ob du ein neues oder ein gebrauchtes Surfboard kaufst, liegt an dir. Oft entscheidet vor allem das Budget darüber, ob es ein neues oder ein gebrauchtes Surfbrett wird.

Gerade am Anfang, wenn du noch deine Take-offs im Weißwasser übst und die ersten grünen Wellen surfen möchtest, reicht ein älteres, großvolumiges Board vollkommen. Ein Soft-Top oder auch Softboard genannt, ist ideal für Anfänger, da das Brett nicht so hart ist und somit weniger Verletzungsgefahr für dich und andere Surfer besteht. Weil diese Surfboards weicher sind und fast immer viel Volumen haben, sind sie hervorragend als erstes Surfboard geeignet. Eine gute Möglichkeit, ein gebrauchtes Surfboard zu finden, sind Ebay Kleinanzeigen oder die unter Surfern beliebte Facebook-Gruppe Second Hand Surfequipment.

Ein Softboard kannst du dir aber auch ohne Bedenken neu zulegen. Denn auch wenn du besser wirst und auf ein hartes, responsiveres Brett wechseln möchtest, kannst du mit einem Softboard in kleineren und schwachen Wellen als Fortgeschrittener Surfer viel Spaß haben. Es ist also kein Fehler, solch ein Board in deinem Quiver zu haben.

Gebrauchtes Surfbrett kaufen

Der deutschsprachige Second Hand Markt ist überraschend groß. Es gibt so etwas wie eine Institution für gebrauchte Surfbretter, das ist die Facebook Gruppe die wir schon erwähnt haben: Second Hand Surfequipment. In dieser Gruppe findest du diverse Surfboards für alle Levels. Stylische  Longboards, performance Surfboards, Kindersurfbretter und auch Soft-Tops. Die Gruppe hat laut aktuellen Stand über 15.000 Mitglieder. Solltest du also auf der Suche nach einem gebrauchten Surfbrett sein und du möchtest dein Board in Deutschland kaufen, ist das eine gute Anlaufstelle. 

Darauf solltest du achten, wenn du dir ein gebrauchtes Brett kaufen möchtest:

  • Das Surfbrett sollte keine gelben Stellen oder andere Verfärbungen aufweisen. Das bedeutet nämlich, dass das Surfboard Wasser gezogen hat und unter Umständen schwerer geworden ist. Das verändert die Fahreigenschaft des Boards. Man kann so ein Brett mit gelben Stellen immer noch gut surfen, aber da es sein Verhalten verändert, sollte sich das im Preis bemerkbar machen. Außerdem sind solche Stellen gerne porös und man bekommt leichter eine Beschädigung ins Brett. 
  • Bei gebrauchten Softboards solltest du auf das Gewicht achten weil diese Bretter, im Gegensatz zu harten Polyester oder EPS Surfboards, keinen Schaumkern haben, an dem man Verfärbungen erkennen kann. Fühlt sich das Brett ungewöhnlich schwer an, hat es wahrscheinlich viel Wasser gezogen. Das ist ein übliches Problem bei dieser Art von Surfboards.
  • Achte auf reparierte Stellen, sogenannte Dings, also Beschädigungen oder Löcher in einem Surfbrett. Je mehr ausgebessert wurden, desto billiger sollte das Brett im Vergleich zum Neupreis sein. Wenn solche Dings von einem professionellen Shaper repariert wurden, sind die Stellen in der Regel dicht und der Schaum im Kern des Brettes wird sich nicht mit Wasser vollsaugen und gelb werden. Bei Dings, die vom Vorbesitzer mit einem Repair Kit selber geflickt worden sind, sollte man eher einen Blick darauf werfen ob das Material neben der ehemals kaputten Stelle weicher oder gelblich erscheint. 
  • Pressure Dings: Das sind Dellen im Brett, die durch den Take-off und Wipe outs verursacht wurden. Etwas ganz Übliches bei einem gebrauchten Surfbrett. Diese Dellen verändern nur minimal die Fahreigenschaften des Brettes, insofern das Board nicht von diesen kleinen Dellen übersät ist. Denn dann kann es sich auf das Volumen und den Flex des Brettes auswirken.

Surfbrett neu kaufen

Wenn du genügend Budget hast, kannst du dir natürlich auch ein neues Surfbrett kaufen. Du kannst dir ein Surfboard entweder nach deinen Wünschen shapen lassen oder du kaufst das Brett in einem Surfshop.

Surfboard im Shop kaufen

Wenn du dein Surfboard in einem Surf Shop kaufen möchtest, nimm dir eine Begleitung mit, die sich auskennt und der du vertrauen kannst. Surfshops können manchmal eine einschüchternde Wirkung haben. Alles ist cool und hip und man möchte keine falschen Fragen stellen und blöd dastehen. Es gibt einige Surfshops, die diese Atmosphäre ausnutzen und verunsicherten Surfneulingen Surfboards andrehen wollen, die vielleicht schon längere Zeit im Laden stehen und verkauft werden müssen. Daher ist eine Vertrauensperson mit ein bisschen Erfahrung Gold wert. Wenn du alleine auf der Suche bist, kaufe am besten in einem Shop, wo du ein gutes Gefühl hast. Die Shop-Mitarbeiter sollten auf jeden Fall Fragen zu deinem Surf-Level, deinen Wünschen und deiner Fitness stellen sowie fragen, in welchen Wellen du das Board surfen möchtest. Denn nur wenn diese Fragen geklärt sind, ist eine ordentliche Beratung möglich. Dabei musst du natürlich ehrlich zu dir selber sein, um das bestmögliche Brett für dich aussuchen zu können. 

Tipp: Seit April 2019 haben wir in El Palmar einen eigenen A-Frame Surfshop eröffnet. Wenn du in der Nähe bist, komme vorbei. Wir beraten wir dich gerne beim Surfbrett kaufen.

Surfboard shapen lassen

Wenn du schon ein bisschen Surferfahrung hast, kannst du dir natürlich auch dein eigenes Surfboard shapen lassen. Ein Shaper kann dir dein Traumboard nach deinen individuellen Wünschen herstellen. Dem Shaper solltest du genau erklären, wo du mit dem Surfbrett surfen möchtest, wie fit du bist und wo deine Stärken und Schwächen liegen. Im Idealfall kennst du dich ein wenig mit den Faktoren zum Surfboard Design aus (Shapes, Volumen etc.). Ein guter Shaper weiß dich aber auch zu beraten. Was Farben und Design angeht, kannst du in den meisten Fällen deine Wünsche äußern. Der große Vorteil eines Surfboards vom Shaper: Dein eigens für dich hergestelltes Surfbrett ist auf deine Bedürfnisse abgestimmt und gibt es nur einmal auf der Welt. Nachteil: Du musst eine Weile auf dein Surfboard warten, denn es wird eigens für dich hergestellt.

Tipp: In unserem Blog-Text zum Surfboard-Design kannst du dich weiter in dieses Thema einlesen. Im Artikel findest du am Ende sogar ein Interview mit einem Shaper aus Deutschland - einem ehemaligen Surflehrer von uns. 

Wo willst du mit deinem Surfbrett surfen?

Bevor du dir ein Surfboard kaufst, solltest du dir überlegen, wo du mit deinem Board surfen möchtest. Denn wo du seine Surfurlaube verbringst, ist ausschlaggebend für die Wahl des Surfboards. Erstens ist die Art der Wellen an den Surf Spots dieser Erde unterschiedlich und zweitens spielen die Transportkosten eine Rolle beim Kauf eines Surfboards. 

Surfen in Indonesien oder Zentralamerika

Wenn du bevorzugt Richtung Indonesien, Mexico oder anderen Orte auf der Südhalbkugel reist, kannst du beispielsweise beim Volumen des Surfboard etwas sparen. Denn in diesen Ländern brechen die Wellen relativ häufig über Riffplatten und haben dadurch viel Power. Diese Wellen nehmen dich besser mit, das Wellen catchen ist also einfacher. Auf der Welle selbst hilft die Kraft der Welle beim Absurfen. Dazu kommt, dass der Take-off-Spot sehr regelmäßig und an der gleichen Stelle ist. Das erleichtert das Einschätzen und Anpaddeln der Welle ungemein. Das macht das Surfen oft einfacher, wobei man aber nicht vergessen darf, dass solche Orte viele Surfer anzieht, und du dort meistens mit vielen Leuten im Wasser sein wirst. Nichtsdestotrotz kannst du an solche Spots auch ein kleineres Brett verwenden. 

Surfen am Atlantik

Surfer, die viel in Bali oder Sri Lanka gesurft sind, sind oft überrascht vom Atlantik. Die europäischen Beachbreaks bereiten diesen Surfern mit kleinen Brettern oftmals Probleme. Für den Atlantik empfiehlt sich tendenziell ein etwas voluminöseres Brett, da die Wellen manchmal schwieriger zu catchen sind als an tropischen Reefbreaks. 

Der Wellentyp

Auch der Wellentyp am Urlaubsort sollte in Betracht gezogen werden. Je nachdem ob es sanfte, flache Longboardwellen sind oder hohle Beachbreaks sollte das Board ausgewählt werden. 

Wie machst du Surfurlaub?

Ob du ein eigenes Surfbrett kaufen solltest, hängt auch von der Art deines Surfurlaubs und dem Transport ab. 

Surfurlaub mit dem Campervan

Wenn du beispielsweise mit dem Bulli durch Europa reisen möchtest, macht es sehr viel Sinn ein eigenes Brett dabei zu haben. Denn so sparst du dir die Leihgebühren und bist unabhängig und flexibel.

Surfurlaub im Surfcamp

Wenn du deinen Surfurlaub in einem Surfcamp verbringst, ist es für Surfanfänger oder Intermediates oft besser die gute Auswahl an Leihboards vor Ort in Anspruch zu nehmen. In einem Surfcamp kannst du verschiedene Bretter ausprobieren und hast automatisch einen großen Quiver (Surfbrett-Bestand) vor Ort. Viele Stammgäste von uns genießen diesen Vorteil und nehmen jedesmal das gleiche Brett, das sie schon beim letzten Mal auch gesurft haben. Und wenn sich Gäste überlegen, sich ein eigenes Board zuzulegen, können sie verschiedene Bretter erstmal ausprobieren und herausfinden, in welche Richtung es Volumen und längenmäßig es ungefähr gehen sollte. 

Surfboard transportieren mit dem Flugzeug

Wenn du in den Surfurlaub fliegst, musst du dir die Frage stellen, ob sich ein eigenes Surfboard tatsächlich lohnt. Denn wenn du dein eigenes Surfbrett mitnehmen möchtest, können zusätzliche Kosten auf dich zu kommen. Dazu gehören Sportgepäck-Kosten, Schadens-Reparatur und gegebenenfalls ein Leihboard vor Ort weil für dein Surfboard nicht die geeigneten Bedingungen vorherrschen.

Transportkosten mit dem Flugzeug

Manche Airlines nehmen dein Surfboard kostenlos mit. Emirates oder AirFrance berechnen beispielsweise bis zu einer bestimmten Länge nichts extra für dein Surfbrett. Andere Airlines bitten Kunden mit Sportgepäck zur Kasse. Wenn du dein Surfboard z.B. nach Mittelamerika mitnehmen möchtest, berechnen die Fluganbieter bis zu 150 Euro pro Strecke. Das macht 300 Euro extra - allein für den Surfboard-Transport. Nach Asien kannst du dein Surfbrett, gerade mit den Arabischen Airlines, günstig bis gratis transportieren. Innerhalb Europas sind es meistens um die 50 Euro pro Strecke. Diese Tarife ändern sich aber oft und variieren bei den verschiedenen Fluganbietern. Am besten informierst du dich vor dem Buchen über die aktuellen Konditionen.

Schäden beim Transport mit dem Flugzeug

Ein weiterer Nachteil beim Fliegen mit dem eigenen Surfboard: Manchmal entstehen Schäden beim Transport. Das Bodenpersonal am Flughafen behandelt das Surfbrett teilweise nicht so wie wir uns das wünschen und es entstehen kleinere oder größere Dings im Board. Wenn du dein Boardbag zuhause oder - noch schlimmer - am Urlaubsort aufmachst, kann es eine böse Überraschung geben und das Surfboard muss erstmal repariert werden. Schäden werden oftmals nicht von der Airline übernommen. Selbst bei Emirates musst du beim Aufgeben des Gepäcks einen Haftungsausschluss unterschreiben. Unser Tipp für den Transport mit dem Flugzeug: Investiere in eine gut gepolsterte Boardbag. Du kannst deine Boardbag auch selbst gut auspolstern und die Rails z.B. mit Rohrisolierungen schützen, um solche Schäden zu minimieren.

Surf Fitness Training mit deinem eigenen Surfbrett

Wenn man du eigenes Surfboard zu Hause hast, solltest du die Zeit zwischen zwei Surftrips nutzen, und auf einem See oder anderen Gewässern (Nordsee, Ostsee, Pool) das Paddeln zu trainieren. Das ist die effektivste Möglichkeit, um dich auf deinen nächsten Surfurlaub vorzubereiten. Denn wenn du schon Zuhause deine Paddelpower aufbaust, muss du dich nicht erst wieder ans Paddeln gewöhnen. Du kommst schon mit der richtigen Fitness ans Meer. Das ist wirklich ein unglaublicher Vorteil von einem eigenen Surfbrett. 

Wenn du die Möglichkeit hast, das Paddel-Training mit Yoga und Surfskaten zu ergänzen, sind die optimalen Vorkehrungen für einen erfolgreichen Surfurlaub getroffen. Denn dann ist deine Fitness nicht mehr der limitierende Faktor beim Surfen, und du hat mehr Selbstvertrauen und kannst dich voll und ganz auf deine Technik konzentrieren. Dein Lernfortschritt wird auf jeden Fall ein größerer sein.

Tipp: Allen, die kein eigenes Surfbrett zum Trainieren haben, empfehlen wir diese Surf-Fitness-Übungen für Zuhause. Außerdem hat Katrin diese Surf Yoga Übungen für dich zusammen gestellt.

Weitere Surfbrett Typen

Windsurfbrett kaufen

Neben Surfboards zum Wellenreiten gibt es auch andere Surfbretter. Zum Beispiel Windsurfboards. Das sind Surfbretter mit Segel. Diese sind nicht zum Wellenreiten sondern zum Windsurfen gedacht. Daher sind wir in diesem Beitrag nicht darauf eingegangen. Der Vollständigkeit halber möchten wir diese aber dennoch erwähnen.

Elektro Surfbrett kaufen

Hast du schon einmal von einem E Surfboard oder Eelektro Surfbrett gehört? Bei diesem neuen Trend wird das Brett mit einem Motor unter Wasser angetrieben und mamn schwebt quasi übers Wasser. Diese Surfboards sind sehr teuer und haben mit dem eigentlichen Wellenreiten nicht viel zu tun. Daher haben wir auch diese Art Surfbrett nicht näher beschrieben. Aber es gibt sie und daher gehören sie natürlich auch mit in diesen Text.

Kite Surfboard kaufen

Beim Kitesurfen brauchst du ein Surfbrett, einen Drachen und – natürlich – Wind. Nur eine Stunde von El Palmar entfernt befindet sich Tarifa, das Mekka für Kitesurfer. Hier weht meistens der richtige Wind, weshalb dieser Spot für viele Kitesurfer so reizvoll ist. Dort findest du übrigens auch zahlreiche Surfshops, in denen du ein Kite Surfboard kaufen kannst.

Checkliste zum Surfboard kaufen

Wir hoffen, dir haben unsere Tipps zum Surfbrett kaufen gefallen und weiter geholfen. Hier findest du noch einmal die Checkliste für den Kauf deines eigenen Surfboards:

  • Wo willst du surfen?
  • Welche Wellen willst du surfen?
  • Wie machst du Surfurlaub?
  • Welcher Surfboard Shape und -Typ ist der Richtige für dich?
  • Neu oder gebraucht? Im Shop oder vom Shaper?

Autoren: Alexander Weiß, Jana Mironowitz