Der Duck Dive ist ein geschmeidiger, effizienter Bewegungsablauf, bei dem du mit dem Surfboard unter den Wellen hindurchtauchen kannst. Die Welle spült dich nicht in Richtung Strand, dank des Manövers kommst du schnell und ohne allzu großen Kraftaufwand ins Lineup.
Surfer, die Shortboards oder Bretter mit niedrigem Volumen surfen (mehr über Surfboard design), nutzen meistens den Duck Dive, um der heranrollenden Kraft der Wellen auszuweichen.
Das Ziel ist es, der Kraft der Welle so wenig Angriffsfläche wie möglich zu bieten. So sparst du Kraft und verlierst nicht jedes Mal mehrere Meter auf deinem Weg ins Lineup.
Paddle schnell auf die Welle zu. Die Bewegung nach vorne ist wichtig. Sie hilft dir, tief genug abzutauchen und der Kraft der Welle auszuweichen
Hol tief Luft, kurz bevor die Welle bricht
Halte deine Surfboard-Rails und drücke die Nose mit ausgestreckten Armen nach unten
Während die Nose sinkt, verlagerst du dein Gewicht nach vorne und nutzt deinen hinteren Fuß oder dein Knie, um das Tail hinunterzudrücken
Du fühlst unter Wasser, wie die Welle über dich rollt
Lass dich mit dem natürlichen Auftrieb wieder zurück an die Wasseroberfläche ziehen. Am besten durchbricht die Surfboardnase die Oberfläche zuerst. Oben angekommen kannst du den Schwung des Auftauchens mitnehmen und direkt wieder los paddeln
Dein Ziel ist es, unter der Welle durchzugleiten, anstatt sie frontal abzubekommen. Ein kräftiges Paddeln und gutes Timing machen sich bezahlt.
- vor dem Duck Dive ein, zwei kräftige Paddelzüge, das hilft dir abzutauchen
- drücke die Arme durch, wenn du das Board nach unten drückst
- drücke das Board nach unten und tauche ab, alles in einer flüssigen Bewegung
- Drücke mit deinen Zehen oder deinem Knie sanft gegen das Tail. Ein fester Karate-Tritt ist nicht nötig!
- Übe den Duck Dive am Strand oder bei Mini-Wellen, das gibt dir ein Gefühl für den Bewegungsablauf. Oder auch in einem See oder Pool - was dir gerade zur Verfügung steht
Wenn du ein Longboard surfst, ein Foamie oder ein Brett mit richtig viel Volumen, ist ein Duck Dive leider nicht möglich. Auch für Surf-Anfänger lohnt es sich, erstmal mit der Turtle Roll anzufangen, da dieser Bewegungsablauf technisch einfacher ist.
Halte deine Board-Rails fest, wenn die Welle auf dich zukommt
Kurz bevor dich die Welle erreicht lässt du deinen Körper seitlich "neben das Board fallen", indem du die Rails festhältst dreht sich das Board mit dir - du und dein Surfboard tauschen praktisch die Position
Drücke mit einem Fuß den Tail des Boards leicht nach oben, die Surfboardspitze taucht so leicht ab, die heranrollende Welle drückt dein Brett so nach unten anstatt es dir aus der Hand zu reißen
sobald die Welle "weg gerollt" ist kannst du dich wieder umdrehen, auf das Brett legen und weiterpaddeln
Dieses Manöver ist kraftaufwendig, aber sehr effektiv.
- spann die Arme an und halte dein Board fest an den Rails
- rolle über eine Seite ab und nutze den Schwung, um das Surfbrett über dich zu ziehen
- halte dich gerade und mittig unter deinem Board
- drücke das Board am Tail mit einem Fuß leicht nach oben und verändere so den Anstellwinkel des Surfbretts zur Welle.
- versuche dich mit dem Schwung des Auftauchens wieder auf dein Brett zu rollen und direkt weiterzupaddeln
Welche der beiden Techniken die geeignete für dich ist hängt von ein paar Faktoren ab:
Du surfst ein Shortboard oder ein Brett mit niedrigem Volumen? Lerne, den Duck Dive richtig auszuführen. Du sparst Energie und dein Rhythmus wird nicht unterbrochen
bist du ein Surf-Anfänger oder hast du schon Erfahrung beim Wellenreiten?
Auf einem Longboard oder Soft-Top? Dann ist die Turtle Roll das Manöver deiner Wahl
Egal, ob du den Duck Dive oder die Turtle Roll ausführst, das solltest du NICHT tun:
❌ Du tauchst zu spät unter
❌ Du hältst deinen Kopf hoch - lass ihn unten
❌ Du nutzt nur deine Arme - nutze deinen gesamten Körper, deine Beine und dein Gewicht
❌ Du vergisst, vor dem Untertauchen und Rollen tief einzuatmen
❌ Du lässt dein Board los
Fühlt sich etwas nicht gut an, dann mach langsamer. Sieh dir ein Video an oder hol dir Feedback. Oder noch besser: lass dich von A-Frame-Surflehrern coachen!
Das Volumen bestimmt, wie gut das Board auf dem Wasser treibt.
Surfbretter mit hohem Volumen wie Foamies oder Longboards sind dicker, breiter und treiben gut, was ideal ist, um zu lernen, zu paddeln und mehr Wellen zu erwischen.
Boards mit niedrigem Volumen wie Shortboards sitzen tiefer im Wasser und reagieren schneller. Wenn du schnelle Turns machen und steile Wellen surfen willst, ist das die perfekte Wahl. Lies dir unseren Guide rund ums Kaufen eines Boards durch.
Ja, aber du brauchst eine gute Technik, gutes Timing und darfst nicht zögern. In großen Wellen musst du das Board tief nach unten drücken und dich schnell bewegen.
Hol tief Luft, paddle schnell und drücke dein Board mit Selbstbewusstsein nach unten. Bist du dir nicht sicher, dann kann es besser sein, auf das Ende des Sets zu warten oder eine Turtle Roll zu machen (wenn du auf einem größerem Board bist).
Beginne früh zu paddeln, damit du in Schwung kommst.
Je mehr Schwung du hast, desto einfacher ist es, dein Board nach unten und durch die Welle zu drücken. Paddle kräftig und regelmäßig. Vermeide es, in letzter Sekunde zu zögern.
Auf jeden Fall. Ein Traction Pad verleiht deinem hinteren Fuß besseren Halt, wenn du das Tail hinunter drückst.
Es ist besonders nützlich, wenn du deinen Fuß verwendest (anstatt deines Knies), um den hinteren Teil deines Boards nach unten zu drücken.
Es verleiht dir in diesem kritischen Moment Stabilität und Kontrolle, bevor die Welle aufschlägt.
Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Die meisten Surfer nutzen ihren dominanten Fuß hinten, doch du kannst auch deinen weniger dominanten Fuß nehmen - Fuß oder Knie - je nachdem, was sich am natürlichsten anfühlt. Probiere beide aus und achte darauf, wie du einfacher tauchst.
Welches Manöver für dich das richtige ist - Duck Dive oder Turtle Roll - hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab: Surf-Erfahrung, Surfboard-Shape, Wellenform.
Meisterst du beide Manöver, bedeutet das, dass du mehr Wellen erwischt und beim hinauspaddeln ins Lineup weniger Energie verschwendest.
Duck oder Turtle? Ganz egal, wofür du dich entscheidest, jetzt weißt du, wie du die Welle bezwingst und ganz einfadh weitersurfen kannst.
Du willst deine Technik verbessern und Feedback von erfahrenen Surfcoaches erhalten?
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