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	<title>Surf Etiquette und Localism - Teil 3</title>
	<author> (Jan Zablowsky)</author>
	<link>http://aframe.de/blog/post/2013/05/10/surf-etiquette-und-localism-teil-3/</link>
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	<pubDate>Fri, 10 May 2013 13:47:00 +0200</pubDate>
	<description> In den ersten beiden Teilen dieser Artikelreihe wurde beschrieben, inwiefern weltweit steigende Surferzahlen und der dazugehörige Boom der Surfindustrie dazu geführt haben, dass sich im Surfsport all...</description><content:encoded><![CDATA[ <p>In den ersten beiden Teilen dieser Artikelreihe wurde beschrieben, inwiefern weltweit steigende Surferzahlen und der dazugehörige Boom der Surfindustrie dazu geführt haben, dass sich im Surfsport allgemein die Regeln der Surf Etiquette durchgesetzt haben. Außerdem wurde beschrieben, wie sehr localism, also die Ausgrenzung von fremden Surfern an einem Surfspot, im letzten Jahrzehnt zu einem ernstzunehmenden Phänomen innerhalb der Surfgemeinschaft geworden ist. </p> <p>Obwohl beides zunächst scheinbar als direkte Reaktion auf eine wachsende Zahl von Surfern zu verstehen ist, sind die Ursachen vor allem für gewalttätige Formen von localism vielfältiger. In diesem letzten Artikel zu dem Thema wird ein Überblick über aktuelle Erklärungsversuche gegeben, so wie sie momentan in verschiedenen sportwissenschaftlichen Studien zu finden sind. <br /> <br />Augenscheinlichster Auslöser für jegliche Ausprägung von localism ist wie beschrieben die immer schneller wachsende Surfgemeinschaft selbst. <br />Der rapide Zuwachs an Surferzahlen führt zu einer zunehmenden Überfüllung vieler Surfspots. Dies hat mittlerweile so Überhand genommen, dass es an bestimmten Surfspots an manchen Tagen kaum noch möglich ist zu surfen, da zu viele Surfer im Wasser sind.&nbsp;&nbsp; <br /> <br />Die Vermarktung des Surftourismus in einschlägigen Surfmagazinen und anderen Medien wird in absehbarer Zeit dazu führen, <br />dass von dieser Problematik nicht mehr ausschließlich stadtnahe Wellen betroffen sind, sondern auch abgelegenere Orte mit den gleichen Problemen konfrontiert werden; <br />dies ist heute bereits an vielen entlegenen Surfspots, beispielsweise auf Inseln im Indischen und Pazifischen Ozean, der Fall. <br />So gesehen ist localism als direkte Reaktion zu verstehen, als schlichteste Möglichkeit, die Anzahl der Surfer im Wasser auf ein Minimum zu reduzieren. <br /> <br /> </p> <a href="http://aframe.de/uploads/pics/Zwischenablage01_10.jpg" rel="lightbox[lb1381]"> <img src="http://aframe.de/typo3temp/pics/97ad41741d.jpg" width="400" height="291" alt="" /> </a> <p>Dies scheint jedoch nicht alles zu sein. <br />Mehr als in den meisten anderen Sportarten verstehen Surfer das Wellenreiten oft nicht nur als Sport, sondern auch als Lebensstil oder sogar –inhalt. <br />Surfen hat im Alltag für viele Surfer absolute Priorität. <br />So kann zwischen einheimischen Surfern ein sehr regelmäßiger Kontakt entstehen, der über die Jahre zum festen Bestandteil des Lebens wird – eine eingeschworene Gemeinschaft, dessen Mitglieder sich auf den ersten Blick erkennen. <br />Solche sozialen Netzwerke sind durch eine klare Hierarchie strukturiert. <br />Die eigene Position innerhalb dieser Hierarchie kann großen Einfluss auf das Selbstbild und vor allem bei jungen Surfern auf die Entwicklung der eigenen Identität haben. <br />Innerhalb der Gruppe werden bestimmte Verhaltensweisen ausgelebt und oft ein ähnlicher Wertekodex entwickelt, häufig nach dem Vorbild der älteren und etablierten Surfer. <br />Für einen Insider sind diese regionalen Bräuche so alltäglich, dass er sie gar nicht mehr als Besonderheit wahrnimmt und alle sozialen Erwartungen zwanglos und natürlich bewältigt – kulturelle Eigenarten werden damit zur Normalität. <br />Für einen Außenseiter kann es aber sehr schwierig sein, den etablierten Verhaltenskodex überhaupt zu erkennen, sei es an Land oder im Wasser. Letztlich ist es fast unmöglich diese ungeschriebenen Regeln nicht zu verletzen, da jeder Besucher auch seine eigenen Verhaltensweisen und kulturellen Eigenarten mitbringt – was im Normalfall auch toleriert wird. <br /> <br />Nimmt der Zustrom an Fremden jedoch weiter zu, so drängen die mitgebrachten, quasi importierten Werte und Verhaltensweisen die etablierten lokalen Normen immer weiter in den Hintergrund, was bei einheimischen Surfern natürlich unangenehm auffällt und Mißtrauen erzeugen kann. <br /> <br />Da ein Teil der gemeinsamen kulturellen Identität der locals an einem Surfspot auch das Verhalten im Wasser beinhaltet,&nbsp; kann auch die lokale Surf Etiquette anders aussehen als es ein reisender Surfer gewohnt ist. <br /> <br />So gesehen kann es passieren, dass eine simple Verletzung dieser Surf Etiquette für einen local fast als persönlicher Angriff empfunden wird, auf den entsprechend vehementer reagiert wird, als auf ersten Blick angebracht erscheint. <br />Vor diesem Hintergrund kann man localism auf dem Wasser also nicht nur als reine Ausgrenzung von Fremden, sondern als Verteidigung der eigenen Identität verstehen. Hinzu kommt, dass das durchschnittliche Fähigkeitsniveau im Wasser seit einigen Jahren kontinuierlich sinkt, da Abenteuersport allgemein und Wellenreiten speziell mehr und mehr zu einem käuflichen Urlaubsvergnügen wird. <br />Insofern ist es für viele Gelegenheitssurfer, insbesondere an Surfspots mit anspruchsvollen Rahmenbedingungen, häufig gar nicht möglich, die Regeln und Normen der Surf Etiquette einzuhalten, was von locals häufig mit einem Angriff auf deren kulturellen Verhaltenskodex verwechselt wird. <br />So gesehen ist sicherlich nicht zuletzt die Vermarktung eines freiheitlichen Surf-Lifestyles seitens der Surfindustrie für die Zunahme an Konflikten zwischen locals und Besuchern mitverantwortlich. <br /> <br />Neuere (australische und amerikanische) Studien zeigen außerdem, dass innerhalb der normalerweise von Männern dominierten lokalen Surfgemeinschaften Ideale wie Männlichkeit und Stolz einen hohen Stellenwert einnehmen. Befragungen innerhalb der australischen Surfszene ergeben beispielsweise, dass das Selbstverständnis von Männlichkeit Gewaltbereitschaft beinhaltet und Gewaltanwendung in Surfercliquen zum Alltag gehört, ja teilweise sogar als Erziehungsmaßnahme für jüngere Surfer genutzt. Es wird einem heranwachsenden Surfer also beigebracht, dass gängige Verhaltensweisen mit Gewalt durchgesetzt werden können – aggressives Verhalten gegenüber einem fremden Surfer wird dadurch ebenso selbstverständlich. <br /> <br />Außerdem gibt es einige Studien, in denen ein Zusammenhang zwischen sportartspezifischen Eigenschaften des Surfens und der Entstehung von Aggression untersucht wird. </p> <p>Darin wird beispielsweise nachgewiesen, dass das Wellenreiten an sich ein vergleichsweise hohes Frustrationspotenzial in sich trägt, egal auf welchem Niveau der Sport ausgeübt wird. Gängige psychologische Modelle zeigen wiederum, dass der Zusammenhang von Frustration und Aggression unstrittig ist. <br /> <br />Die beschriebenen möglichen Ursachen für feindseliges oder sogar gewalttätiges Verhalten im Wasser sollte man nicht einzeln betrachten. <br />Das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren ist entscheidend, wobei auch nicht zu vergessen ist, dass die Anzahl an aussagekräftigen Studien noch überschaubar ist. <br />Allerdings ist es wichtig, dass das Thema angegangen wird, wenn das Wellenreiten als Sportart so erhalten bleiben soll, wie es momentan noch ist. <br /> <br />Die unregulierte Form, in der das Surfen organisiert ist bedeutet einerseits, dass die Surfgemeinschaft als Ganzes sich selbst reguliert und damit ihre eigenen Regeln aufstellen kann. <br />Es gibt so gesehen eigentlich keine höhere Gewalt, die inakzeptables Verhalten sanktionieren könnte. <br />Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass das Lineup rechtlich quasi nicht kontrollierbar ist. An bestimmten Surfspots in Kalifornien ist es daher mittlerweile so weit, dass die Polizei das lineup auf Jetskis patrolliert, um die Sicherheit der Surfer zu gewährleisten, so dass von einem freiheitlichen Naturerlebnis nicht mehr die Rede sein kann. <br /> <br />Die einzige Lösung liegt in einer Einstellungsänderung der internationalen Surfgemeinschaft – nicht jeder kann die nächste Welle haben, aber wenn jeder etwas mehr auf die anderen Surfer achtet und sich selbst ehrlich einschätzt bekommt jeder zumindest einen Anteil der vorhandenen Wellen. Außerdem ist es wichtig ein Bewusstsein für die Existenz von localism zu schaffen, da es ganz so aussieht, als ob das Thema in den nächsten Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Wir werden schließlich immer mehr Surfer. <br /> <br />Ps: Über dieses Thema wurde eine Diplomarbeit geschrieben, in der die einzelnen Punkte natürlich viel detaillierter behandelt werden konnten. Bei Interesse einfach nachfragen, ich schick sie euch gerne zu. </p> <p>&nbsp; </p> <p>&nbsp; </p> <p>LiteraturAllmer, H. (1995b). No risk – no fun – Zur Psychologischen Erklärung von Extrem- und Risikosport. In H. Allmer &amp; N. Schulz (Hrsg.), Erlebnissport – Erlebnis Sport. Sankt Augustin: Academia VerlagBennett, R. (2004). The Surfer’s Mind: the complete, practical guide to surf psychology. Torquay: Surfers MindBuckley, R.C. (2002a). Surf tourism and sustainable development in Indo-Pacific islands: I. The industry and the islands. Journal of Sustainable Tourism, 10(5), 405-424Daskalos, C.T. (2007). Locals Only! The Impact of Modernity on a Local Surfing Context. Sociological Perspectives, 50(1), 155-173Evers, C. (2006). Locals Only! Vortrag anlässlich der Konferenz „Everyday Multiculturalism” vom 28.-29.09.2006 an der Macquarie University in SydneyEvers, C. (2010). Notes for a young Surfer. Melbourne: Melbourne University Publishing LimitedNazer, D.K. (2004). The Tragicomedy of the Surfers' Commons. Deakin Law Review, 9(2), 655-713Stein, M. (2008). Motivation im Wellenreiten. Diplomarbeit, Deutsche Sporthochschule, KölnYoung, N. (Hrsg.). (2000). Surf Rage: A Surfer’s Guide to turning Negatives into Positives. Angourie:&nbsp; Nymbodia Press </p> <p>&nbsp; </p> <p>&nbsp; </p> ]]></content:encoded>
</item>
<item>
	<title>Das erste eigene Surfbrett</title>
	<author> (Malte Wittern)</author>
	<link>http://aframe.de/blog/post/2013/04/21/das-erste-eigene-surfbrett/</link>
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	<pubDate>Sun, 21 Apr 2013 18:20:00 +0200</pubDate>
	<description> Surfshops und das Internet bieten meistens eine große und leider auch verwirrende Auswahl an Surfbrettern. Der folgende Beitrag soll bei der Wahl des richtigen Brettes helfen.Wann ist man bereit für ...</description><content:encoded><![CDATA[ <p>Surfshops und das Internet bieten meistens eine große und leider auch verwirrende Auswahl an Surfbrettern. Der folgende Beitrag soll bei der Wahl des richtigen Brettes helfen. <br /> <br /> <b>Wann ist man bereit für ein eigenes Surfbrett? </b> <br />Vor dem Kauf eines eigenen Surfbretts sollte man bereits über die Grundlagen des Surfens verfügen. Der Take Off im Weisswasser, die Durchtauchtechniken zum Erreichen des Lineups und eine gute Brettkontrolle in bis zu schulterhohen Wellen sind notwendige Voraussetzungen. </p> <p>Weitere Grundlagen beinhalten den Start in die grüne Welle, das Steuern des Brettes und die richtige Positionierung im Lineup. Ebenfalls sollten Vorfahrtsregeln und die „Etikette“ im Lineup bekannt sein. <br /> <br /> <b>Der nächste Schritt nach dem Schulungsbrett </b> <br /> <br />In Surfschulen beginnen Anfänger immer mit einem Softboard oder einem sehr großen Brett um die oben genannten Fähigkeiten zu erlernen. Diese Surfbretter sind vor allem auf Sicherheit und Fahrstabilität ausgelegt. Für die ersten Turns und bessere Beweglichkeit auf der Welle sind sie weniger gut geeignet. <br />Die erste und wichtigste Grundregel bei der Wahl des Surfbrettes lautet „Nur ein Surfbrett auf dem man viel steht bringt einen weiter.“ <br />Bei der Wahl des Surfbrettes sollte man vor allem darauf achten, dass man sich nicht zu schnell mit einem kleinen Brett überfordert. Nur so ist es möglich beim Surfen Spaß zu haben und vor allem einen sauberen Fahrstil zu erlernen. <br /> <br /> <b>Welche Surfbretter gibt es? </b> <br /> <br />Jedes Surfbrett, das in den ersten Jahren in Frage kommt, lässt sich in eine der drei folgenden Klassen einteilen. <br /> <br />Zur <b>Longboardklasse </b> zählt man z.B. „Malibus“, große „Eggs, „Longboards“ und ähnliches. Allgemein zählen alle Surfbretter mit einer Länge von etwa 8 Fuß und einer runden Nase zu dieser Klasse. Charakteristisch für diese Bretter ist, dass sich der Surfer auf dem Brett vor und zurück bewegt. Steht er mit seinem hinteren Fuß nah an den Finnen, also am Drehpunkt des Brettes, kann er das Brett Steuern, aber kaum beschleunigen. Stellt er sich weiter in die Mitte des Brettes ist es einfacher zu beschleunigen, aber das Steuern fällt sehr schwer. Der Surfer muss sich, um das Potenzial des Brettes voll zu nutzen, ständig vor und zurück bewegen. Diese Bretter erleichtern vor allem die Verbesserung der Grundlagen, sind dafür aber sehr unhandlich und träge. <br /> <br />Die <b>Funboardklasse </b> beinhaltet z.B. „Hybridboards“ oder „Evolutions“. Diese Bretter haben etwa Reichhöhe, eine etwas weniger runde Nase und sind vor allem breit und dick. Funboards haben den Vorteil, dass sie aus beiden eben genannten Positionen gut gesurft werden können. Positioniert man sich nah an den Finnen ist man wendig, aber nicht so schnell. Steht man weiter in der Mitte, fällt es leichter zu beschleunigen und trotzdem ist es noch möglich das Brett zu steuern. Zusätzlich ist es natürlich möglich hin und her zu wechseln. Funboards sind für alle Wellen geeignet, sollten aber nicht zu früh oder zu klein ausgewählt werden. <br /> <br />In der <b>Shortboardklasse </b> sind z.B. „Fishboards“, „Shortboards“ oder andere sehr kleine Bretter enthalten. Shortboards sind etwa so groß wie der Surfer oder kürzer und werden nur aus einer Standposition gesurft. Belastet der Surfer den hinteren Fuß kann er das Brett gut drehen, verlagert er sein Gewicht nach vorne beschleunigt er das Brett. Shortboards bieten Radikalität, Geschwindigkeit und kommen dem Skaten oder Snowboarden sehr nah. Der Schwierigkeitsgrad wird leider oft unterschätzt und viele Surfer greifen zu früh zu diesen Brettern. <br /> <br />Die Wahl der geeigneten Klasse sollte am besten chronologisch von groß nach klein erfolgen. <br /> <br />Dennoch dient diese Klassifizierung nur als Orientierung, denn in Ausnahmen lassen sich Bretter nicht eindeutig einordnen. Außerdem übertragen viele fortgeschrittene Surfer ihren Fahrstil auf Bretter aus anderen Klassen und surfen zum Beispiel ein Longboard nur aus einer Position. Für radikale Manöver oder saubere Turns auf der Welle ist ein Shortboard nicht zwingend nötig und meistens sogar eher hinderlich. <br /> <br /> <b>Welches Brett passt zu mir? </b> <br />In jeder Klasse gibt es Einsteiger-, Aufbau-, und Profimodelle. Die entsprechende Kombination der Maße (Länge, Breite und Dicke) und die Gestaltung der Form (Aufbiegung, Wölbung, Finnenwinkel, Tail, etc.) sind dafür entscheidend. <br /> <br />Je länger ein Surfbrett ist, desto früher kann der Surfer in eine sich aufbauende Welle starten. Die Welle ist also beim Take Off flacher. Ist ein Surfbrett kurz, muss sich der Surfer auf steilere Take Offs einstellen. <br /> <br />Zum Nachteil werden lange Bretter vor allem durch ihr höheres Gewicht, ihre Unhandlichkeit im Wasser und ihre träge Wendigkeit. <br /> <br />Je breiter ein Surfbrett ist, desto besser wird es von der Welle angeschoben. Zusätzlich ist es viel stabiler beim Take Off. Die Breite verringert jedoch die Geschwindigkeit des Surfbrettes durch den höheren Wasserwiderstand und das höhere Gewicht macht das Brett träge. <br />Die Dicke des Surfbrettes sollte sich am Körpergewicht orientieren und erhöht die Paddelgeschwindigkeit. Das zusätzliche Volumen macht das Brett allerdings träge und es ist schwer zu tauchen. <br /> <br />Die Kombination der drei Maße bestimmt die Fahreigenschaften des Brettes. Zusätzlich werden diese von der Form, also der Aufbiegung, dem Finnenwinkel etc. und vielem mehr beeinflusst. Dabei stehen sich immer Geschwindigkeit und Wendigkeit gegenüber. Ist ein Brett schnell, wird es weniger wendig und umgekehrt. Diese Details machen sich für Anfänger jedoch wenig bemerkbar. Viele Bretter haben inzwischen Größentabellen, die vorgeben welches Brett zu welchen Körpermaßen passt. <br /> <br />Das Surfbrett sollte nicht deutlich von der Größe des letzten Surfbretts abweichen. <br />Von Schulungsbrettern geht es zu Malibus und dann zu großen Funboards. Ein Shortboard sollte nur in die engere Auswahl kommen wenn das Surfen eines kleinen Funboards sicher beherrscht wird.&nbsp; <br />Gute Beratung und Ehrlichkeit bei der Selbsteinschätzung sind hier sehr wichtig. <br /> <br /> </p> ]]></content:encoded>
</item>
<item>
	<title>Surf Etiquette und Localism Teil 2</title>
	<author> (Jan Zablowsky)</author>
	<link>http://aframe.de/blog/post/2013/01/16/surf-etiquette-und-localism-teil-2/</link>
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	<pubDate>Wed, 16 Jan 2013 20:13:00 +0100</pubDate>
	<description> Wettkampf im Wasser - Surf Etiquette und Localism Teil 2 Im ersten Teil dieser Artikelreihe wurde die Entwicklung des Surfsports im Allgemeinen und die rasante Zunahme weltweiter Surferzahlen bei qua...</description><content:encoded><![CDATA[ <p> <b>Wettkampf im Wasser - Surf Etiquette und Localism Teil 2 </b> </p> <p>Im ersten Teil dieser Artikelreihe wurde die Entwicklung des Surfsports im Allgemeinen und die rasante Zunahme weltweiter Surferzahlen bei quasi konstant bleibenden Wellenressourcen beschrieben. <br />Diese Kombination führt zwangsläufig dazu, dass auf dem Wasser Konflikte in Bezug auf die Wellennutzung entstehen. <br />Solche Konflikte haben innerhalb der Surfgemeinschaft zu verschiedenen Verhaltensmustern und Anpassungsstrategien geführt, von denen sich besonders zwei durchgesetzt haben: </p> <p>Zum einen wurden innerhalb der Surfgemeinde mehrere weltweit akzeptierte, informelle Normen bzw. Verhaltenskodexe entwickelt. <br />Diese Regelungen sind unter Surfern allgemein als „Surf Etiquette“ bekannt und wurden im ersten Teil dieser Reihe ausführlich beschrieben. </p> <p>Die zweite Entwicklung, die insbesondere im letzten Jahrzehnt zum Problem geworden ist, wird innerhalb der Surfszene generell unter dem Begriff localism zusammengefasst. Localism kann zunächst als eine ausgeprägte Form von Territorialismus beschrieben werden, die sich im Wasser durch Feindseligkeit gegenüber fremden Surfern ausdrückt. <br />Sie kann unterschiedliche Ausmaße annehmen und unfreundliches Auftreten, Ablehnung und Beleidigungen aber auch Bedrohung, Sachbeschädigung und sogar Gewaltanwendung beinhalten. </p> <p>&nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp; Reisende Surfer kommen auf ihren Surftrips, sei es in Spanien, auf Tahiti oder in Australien, zwangsläufig mit lokalen Surfern in Kontakt. <br />Vor allem wenn die Zahl der nicht-einheimischen Surfer überhandnimmt können Auseinandersetzungen zwischen Locals und fremden Surfern entstehen, die nicht selten provoziert werden, um fremde Surfer zu vertreiben. <br />Solche Erlebnisse sind immer unangenehm, und auch wenn die Intensität des Konflikts je nach Surfspot natürlich unterschiedlich ausfällt und teilweise nicht über einen bösen Blick oder reindroppen hinausgeht, kann unfreundliches Verhalten im Lineup eine Surfsession ganz schnell kaputt machen. <br /> <br />Localism ist daher heute vielen Surfern, auch aus eigener Erfahrung, ein Begriff. <br />Beiträge zum Thema gehen in den Surfmedien jedoch meist leider nicht über eine sensationsheischende Berichterstattung hinaus und vermitteln schnell das Bild, dass wildgewordene Locals eigentlich nur darauf warten, eingeschüchterte Neulinge zu verprügeln, sobald diese sich dem Wasser nähern. <br />In den folgenden Artikeln soll deshalb möglichst neutral beschrieben werden, welche Ausmaße localism annehmen kann und inwiefern es realistisch ist, dass man auf dem Wasser tatsächlich ernsthafte Probleme bekommen kann. Dabei soll nicht bewertet werden, ob oder inwiefern localism an sich negativ oder positiv zu sehen ist.&nbsp; <br />Als Einstieg zunächst folgende Beschreibung der Zustände aus Sicht eines australischen Surfjournalisten (nachzulesen in D. Rielly, <i>Mainlining </i>): <br /> <br /> <i> At&nbsp; Burleigh Heads, on Queensland’s Gold Coast, surfers are punched for offenses such as trying to catch the same wave as a local, accidentally getting in the way, falling off or riding a long board […] In Bali, foreigners are regularly ordered from the surf by the ‘Black Shorts’, a gang of surfers […], and are set upon by two or three when they argue the point […] Rocks are thrown at surfers and their cars vandalized in the Canary Islands. Mess up in Brazil and you’ll be given a personal jujitsu demonstration. [...] And, unbelievably, at Munich’s Eisbach, rocks are thrown at unfamiliar photographers if they shoot photos of Bavaria’s premier wave. </i> <br /> <br />Es gibt viele Versuche, localism umfassend zu definieren, fürs Erste sei hier nur gesagt, dass das Konzept localism allgemein als eine regional begrenzte Abänderung der Surf Etiquette verstanden werden muss, bei dem der Status des locals in den Vordergrund gehoben wird und ihm aufgrund dieses Status‘ Vorteile zufallen. <br />Dies kann unter Umständen bedeuten, dass es für Besucher schwer wird, einen Anteil der vorhandenen Wellen zu ergattern. Je nach Ausprägung wird in neueren Untersuchungen von localism mit geringer, moderater oder schwerer Intensität gesprochen. <br /> <br /> <b>Surfspots mit geringer Intensität von localism </b> <br /> <br />Für Surfspots mit einer geringen oder sanften Form von localism können eine Reihe von Regeln beschrieben werden, die normalerweise für Besucher gelten und deren Beachtung erwartet wird. Dabei gilt häufig: <br /> <br /> </p> <ul> <li>Nicht in einer großen Gruppe ankommen. Auf surfline.com wird beispielsweise grundsätzlich empfohlen, die Anzahl der im Wasser vorhandenen Surfer nicht um mehr als 25% zu erhöhen. </li> <li>Set Wellen, also die besten Wellen, gehen erstmal an die locals. </li> <li>Langsam angehen lassen, also nicht zu früh um die Vorfahrt rangeln oder versuchen übermäßige Besitzansprüche an Wellen durchsetzen. </li> <li>Besondere Beachtung der Surf Etiquette, auch wenn einige locals sich scheinbar nicht daran halten. </li> </ul> <p>Ebenso wie die im ersten Teil beschriebenen unkonkreten Normen der Surf Etiquette handelt es sich auch hier um ungeschriebene Regelungen, die in der Surfgemeinschaft mehr oder weniger bekannt sind. <br />Letztendlich zielen sie darauf ab, dass Surfer von außerhalb den locals zusätzliche Beachtung entgegenbringen und anerkennen, dass sie selbst in der lokalen Hierarchie wenig Berücksichtigung finden. locals haben häufig grundsätzlich Priorität bei der Wellenauswahl und es entsteht kein Konkurrenzkampf um die besten Wellen. <br />Eigentlich implizieren diese Regeln, dass die Präsenz von anderen Surfern das Surfen der locals nur minimal beeinflussen darf und die Verteilung der guten Wellen im Prinzip den locals vorbehalten bleibt. <br />Allerdings wird dieses Vorrecht an Surfspots mit einer sanften Form von localism meist lediglich durch die bessere Kenntnis des Surfspots durchgesetzt. <br />Das bedeutet, dass durch die genaue Kenntnis lokaler Strömungen, Untergrundverhältnisse und anderer spezifischer Merkmale des Surfspots ein local sehr viel genauer abschätzen kann, an welchem Punkt eine Welle bricht und sich somit leichter in eine Vorfahrtsposition bringen kann. <br /> <br />Ohne die Vorfahrtsregeln zu missachten wird es somit für einen Besucher sehr schwierig eine gute Welle zu bekommen, allerdings werden in der Regel nicht alle Wellen ausnahmslos von den locals beansprucht. <br />Bei Missachtung der Regeln bleibt an Surfspots mit einer milden Form von localism zwar meistens eine direkte Konsequenz aus, der Besucher kann aber davon ausgehen, dass er keine Wellen mehr zugesprochen bekommt und ihm im Gegenzug oft absichtlich die Vorfahrt genommen wird, wenn er versucht eine Welle zu nehmen. </p> <p> <b>Surfspots mit mäßiger Intensität von localism </b> </p> <p>Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen sanften Formen von localism und Formen von mäßiger oder schwerer Intensität: die beiden letzteren beinhalten aktives Eingreifen seitens der lokalen Surfer, während sanfter localism lediglich besonders gutes Verhalten der Besucher fordert. </p> <p>Die Grenzen zwischen mäßigem und schwerem localism sind fließend, allerdings werden an Surfspots mit mäßiger Ausprägung in der Regel einige fremde Surfer toleriert, während an Surfspots mit schwerer Ausprägung schlichtweg keine Außenseiter akzeptiert werden. <br />Gängigstes Instrument um einen Besucher am Surfen zu hindern, ist konstantes reindroppen, was im Grunde verhindert, dass der Besucher überhaupt eine Welle surfen kann, da ihm auf jeder Welle jemand den Weg abschneidet. <br />Dies garantiert mehr Wellen für die locals und demonstriert ihren übergeordneten Status. <br />Der Besucher hat oft keine andere Wahl, als dies zu akzeptieren, da eine verbale Reaktion darauf häufig dazu führt, dass er überhaupt keine Wellen mehr bekommt.&nbsp; Im Folgenden beschreibt ein australischer local die gängige Praxis an seinem Surfspot: </p> <p> <i> Locals don’t drop each other. But if that fella’s [Der Besucher, dem ein local die Welle nimmt] is good enough and he deals with it [dem Reindroppen] without reacting verbally or physically, we’ll stop doing it. If he deals with it, he gets respect quicker. </i> </p> <p>Diese Beschreibung macht deutlich, dass ein Besucher sich den Respekt der locals erarbeiten kann, indem er ihren übergeordneten Status anerkennt, auf eigene Ansprüche auf Wellen verzichtet und darauf wartet toleriert zu werden. </p> <p>Andere Mittel zum Vertreiben von Besuchern sind Markierungen des Gebiets durch Graffiti, verbale Aufforderungen das Wasser zu verlassen, Beschimpfungen, absichtliches Behindern beim Anpaddeln einer Welle, Beschädigung des Surfbretts, des Autos oder sonstigen Eigentums des Besuchers und körperliche Gewalt. <br />Dabei ist anzumerken, dass das Beschädigen von Eigentum und körperliche Gewalt normalerweise nur an Surfspots mit schwerem localism gängige Praxis ist. Eine besonders eingängige Beschreibung findet sich bei Nazer: <i>The Tragicomedy of the Surfer’s Commons </i>. </p> <p> <b>Surfspots mit schwerer Intensität von localism </b> </p> <p>Schwerer localism zielt auf die explizite Ausgrenzung von fremden Surfern ab. Alle bereits beschriebenen Mechanismen der Ausgrenzung, wie sie auch bei moderater Ausprägung angewandt werden, finden sich hier wieder, allerdings in deutlicherer Form und höherer Frequenz. <br />Besondere Merkmale sind vor allem physische Gewalt und Sachbeschädigung. Besucher werden häufig unmittelbar mit Drohungen konfrontiert und so eingeschüchtert. <br />Reagieren sie nicht auf diese Einschüchterungen riskieren sie es angegriffen zu werden. Schwerer localism verhindert also faktisch, dass sich Surfer von außerhalb überhaupt an einem Surfspot aufhalten können. </p> <p>Obwohl es auf den ersten Blick augenscheinlich wirkt, dass besonders extreme Formen von localism ein unerwünschtes Randphänomen des Surfsports sein sollten, ist es interessant, dass viele Surfer eine strikte Hierarchie an überfüllten Surfspots befürworten, und die Ausgrenzung einiger Surfer als notwendiges Übel akzeptieren. <br />So gibt es zum Beispiel zahlreiche Untersuchungen lokaler Surfergruppen in Australien und den USA, in denen deutlich wird, dass es für viele heranwachsende Surfer alltäglich ist, dass die Wellenverteilung durch alteingesessene Surfer dominiert und wenn notwendig auch mit Gewalt durchgesetzt wird. Allerdings haben schwere Ausprägungen von localism vor allem in den USA mittlerweile derartige Ausmaße angenommen, dass an manchen Stränden das Lineup von Polizisten auf Jet-Skis patroulliert wird, um Gewalttaten zu verhindern. <br />Da dies dem freiheitlichen Image des Wellenreitens prinzipiell widerspricht, ist es im Interesse der Surfgemeinschaft als Ganzes, diese extremen Formen nicht länger zu tolerieren. Insofern scheint sich momentan innerhalb der Surfszene ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, dass Territorialität und Gewaltanwendung nicht notwendigerweise Bestandteil einer hierarchischen Strukturierung von Surfspots sein dürfen. </p> <p>Um zu verstehen, warum viele Surfer das Prinzip localism nicht ausschließlich negativ sehen, sondern teilweise sogar befürworten, ist es notwendig sich mit Ursachen von localism zu beschäftigen, die über steigende Surferzahlen hinaus gehen. Im nächsten Teil wird daher ein Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu dieser Thematik gegeben. <br /> </p> <p> Literatur: </p> <p> Pawle, F. (2000). The Australian Way. In N. Young (Hrsg.), <i>Surf Rage </i>(S.85-99). Angourie: Nymbodia Press <br /> </p> <p> Rielly, D. (2000). Mainlining. In N. Young (Hrsg.), <i>Surf Rage </i> (S. 33-53). Angourie: &nbsp; Nymbodia Press </p> <p> Nazer, D.K. (2004). The Tragicomedy of the Surfers' Commons. <i>Deakin Law Review, 9 </i>(2), 655-713 <br /> </p> <p> Young, N. (Hrsg.). (2000). <i>Surf Rage: A Surfer’s Guide to turning Negatives into Positives. </i>Angourie: &nbsp; Nymbodia Press </p> ]]></content:encoded>
</item>
<item>
	<title>Surf Etiquette und Localism</title>
	<author> (Jan Zablowsky)</author>
	<link>http://aframe.de/blog/post/2012/12/27/surf-etiquette-und-localism-teil-1/</link>
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	<pubDate>Thu, 27 Dec 2012 12:09:00 +0100</pubDate>
	<description> Surf Etiquette und Localism Teil 1Für die meisten deutschen Surfer ist es normal, den Surfurlaub im Ausland zu verbringen. In Deutschland gibt es einfach nicht genug Wellen, und außerdem machen neue ...</description><content:encoded><![CDATA[ <p> <b>Surf Etiquette und Localism Teil 1 </b> <br /> <br />Für die meisten deutschen Surfer ist es normal, den Surfurlaub im Ausland zu verbringen. <br />In Deutschland gibt es einfach nicht genug Wellen, und außerdem machen neue Länder mit unterschiedlichen Menschen, fremdes Essen und andere Kulturen für viele Surfer den Reiz eines Surftrips ebenso aus, wie neue Spots und gute Bedingungen vor Ort dazugehören. <br />Diese Tendenz lässt sich nicht nur bei Deutschen erkennen, sondern trifft auf Surfer aller Nationalitäten zu – Surfer reisen gerne. </p> <p>Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass Surfspots weltweit immer besser erschlossen werden. Gleichzeitig wird durch ein immer breiteres und umfassenderes Angebot von Surfschulen der Einstieg in die Sportart erleichtert. <br />Dieser Prozess ist an sich nicht schlecht, da er zu einer Professionalisierung der Sportart geführt hat und immer noch führt, was wiederum das allgemeine Niveau des Wellenreitens langfristig hebt. <br />Dennoch ist der Boom des Surftourismus auch kritisch zu sehen. Die unkontrollierte Art und Weise, in der sich die Sportart entwickelt hat, hat unter anderem dazu geführt, dass viele Surfer einfach ins Wasser gehen, ohne zu wissen, nach welchen Regeln das gemeinsame Surfen überhaupt abläuft. <br />Wer bekommt am meisten Wellen, wer bekommt die besten Wellen des Sets, und wer hat überhaupt Vorfahrt? <br /> <br /> <b>Surf Etiquette </b> <br /> <br />Innerhalb der Surfgemeinschaft wurde als Reaktion auf steigende Surferzahlen und damit knapper werdenden Wellen ein Verhaltenskodex entwickelt, der allgemein unter dem Begriff Surf Etiquette bekannt ist. <br />Diese informellen Regelungen geben Verhaltensrichtlinien vor, die die Sicherheit aller beteiligten Surfer erhöhen sollen und gleichzeitig eine mehr oder weniger gerechte Verteilung der Wellen ermöglichen. <br />In schriftlicher Form findet man die Regeln der Surf Etiquette häufig an Stränden oder auf Parkplätzen in Spotnähe, die bekannteste Verschriftlichung ist wohl das Tribal Law of Surfing aus Margaret River, Australien ( <a href="http://www.flickr.com/photos/acroamatic/4687112643/" target="_blank">http://www.flickr.com/photos/acroamatic/4687112643/ </a> ). <br />Vor allem für Anfänger oder noch unerfahrene Surfer ist es sinnvoll, sich einmal konkret mit diesem Verhaltenskodex zu beschäftigen, da so eventuelle Konflikte mit anderen Surfern oft direkt im Keim erstickt werden können. <br />Zusammenfassen lassen sich die zentralen Aspekte folgendermaßen: <br /> <br /> </p> <ol> <li>Don’t drop in. Fahr niemandem in eine Welle, auf der er Vorfahrt hat. </li> <li>Paddle wide. Paddel nach einem Sturz oder beim rauspaddeln so, dass Du den Surfern draußen nicht im Weg liegst wenn sie eine Welle nehmen, auch wenn Du dafür Umwege in Kauf nehmen musst. Wenn ein Zusammenstoß droht, muss allerdings der Surfer auf der Welle ausweichen, da er mehr Geschwindigkeit hat und somit manövrierfähiger ist. </li> <li>Don’t throw your board. Halt das Brett fest wenn Du tauchen musst, vor allem wenn andere Surfer in Deiner Nähe sind. </li> <li>Communicate. Sag den Surfern in deiner Nähe beim anpaddeln, in welche Richtung Du die Welle fahren willst. </li> </ol> <p>Diese vier Aspekte beinhalten die grundlegensten Verhaltensweisen beim surfen, durch sie ist geregelt wer wann eine Welle nehmen darf, wohin andere Surfer ausweichen und wie man vom Strand ins Line-Up gelangt. Abgesehen von diesen konkreten Vorgaben existieren jedoch auch abstraktere, schwerer greifbare Regeln bzw. Normen. <br />Diese sind häufig regional unterschiedlich und können von Spot zu Spot stark variieren. <br />Die folgende Aufstellung basiert auf einer Analyse verschiedener schriftlich festgehaltener Verhaltenskodexe in Australien, Südafrika und den USA und wurde durch eine Umfrage unter Surfern an der australischen Ostküste ergänzt: <br /> </p> <ol> <li>Don’t Snake. Als Snaking wird es bezeichnet, wenn Surfer A kurz bevor die Welle da ist näher an den brechenden Teil der Welle paddelt, während der andere Surfer B voll auf die Welle konzentriert ist und vorher klar in der Vorfahrt saß. Surfer A klaut ihm quasi kurz vorher die Vorfahrt. </li> <li>No „pre-emptive“ Paddling. Darunter versteht man das Anpaddeln einer Welle, auf der sich bereits ein anderer Surfer befindet. Dies kann dazu führen, dass eine Section der Welle früher als sonst bricht und der Surfer auf der Welle nicht mehr daran vorbeikommt. </li> <li>Ride any Wave offered to you by Others. Vor allem an von Konkurrenzkampf geprägten Spots gilt es als Zeichen von Respekt, jemand anderem eine Welle anzubieten, auf der man eigentlich Vorfahrt hätte. </li> <li>Share Waves and take Turns. Jeder sollte Wellen bekommen, auch wenn sich die Fähigkeiten der einzelnen Surfer unterscheiden. </li> <li>Pick the right Spot for your Abilities. Geh nur dort Surfen, wo deine Fähigkeiten ausreichen um die Regeln der Surf Etiquette zu befolgen. </li> <li>Respect. Behandel alle anderen Surfer mit Respekt. Dies ist ein Grundsatz, der quasi als moralischer Unterbau für alle anderen Regeln zu verstehen ist. <b>Give Respect to gain Respect! </b> </li> </ol> <p> <br />Es gehört ein bisschen Erfahrung und Sensibilität dazu, die jeweiligen regionalen Unterschiede festzumachen, vor allem wenn man nur kurz zu Besuch ist. <br />Versucht man aber diese zehn Regeln einzuhalten, ist es sehr unwahrscheinlich, dass man im Wasser Probleme bekommt. Es gibt jedoch Situationen, in denen man als fremder Surfer prinzipiell feindselig behandelt wird. <br />In den folgenden Teilen werden unterschiedliche Erscheinungsformen von localism auf Grundlage von aktuellen wissenschaftlichen Untersuchungen und Erfahrungsberichten beschrieben. <br /> <br /> <br />Literatur: <br />Nazer, D.K. (2004). The Tragicomedy of the Surfers' Commons. Deakin Law Review, 9(2), 655-713 <br /> <br />Young, N. (Hrsg.). (2000). Surf Rage: A Surfer’s Guide to turning Negatives into Positives. Angourie:&nbsp; Nymbodia Press <br />&nbsp;&nbsp; &nbsp; <br />Young, N., McGregor, C. &amp; Holmes, R. (2008). The Complete History of Surfing: From Water to Snow. Layton: Gibbs Smith Pub. <br /> <br /> </p> ]]></content:encoded>
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	<title>Surf Forecast lesen</title>
	<author> (Malte Wittern)</author>
	<link>http://aframe.de/blog/post/2012/12/13/surf-forecast-lesen/</link>
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	<pubDate>Thu, 13 Dec 2012 16:07:00 +0100</pubDate>
	<description> Surf Forecast Teil 1 – Der Umgang mit Vorhersagen aus dem Internet  In diesem vierteiligen Artikel wird eine Strategie für den Umgang mit Surfvorhersagen aus dem Internet erarbeitet. Der erste Teil t...</description><content:encoded><![CDATA[ <p> <b>Surf Forecast Teil 1 – Der Umgang mit Vorhersagen aus dem Internet </b> </p> <p>In diesem vierteiligen Artikel wird eine Strategie für den Umgang mit Surfvorhersagen aus dem Internet erarbeitet. Der erste Teil thematisiert die Recherche im Internet. In den folgenden Teilen wird die genauere Betrachtung der einzelnen Variablen behandelt. </p> <p>Die Interpretation der Daten aus dem Internet und das Abschätzen unterschiedlicher Variablen entscheidet meist über den Erfolg der Surfsession. Vor allem bei schlechten Wellen, ist es wichtig die beste Stunde des Tages nicht zu verpassen. </p> <p> <b>Welche Variablen sind zu beachten: <br /> </b> </p> <ul> <li>Das Entstehungsgebiet des Swells und der Eintrittswinkel der Wellen am Surfstrand </li> <li>Die Wellengröße </li> <li>Die Wellenperiode und -frequenz </li> <li>Der Gezeitenverlauf während der Session </li> <li>Die Windrichtung und -Stärke </li> <li>Der Entwicklungsverlauf des Swells </li> <li>Das Wetter </li> </ul> <p>Oft überwiegt eine der Variablen und ist ausschlaggebend für die Qualität des Surfs. Ist beispielsweise gegen Nachmittag starker, auflandiger Wind gemeldet, kann diese Variable umgangen werden, indem die Session für früh morgens geplant wird. Ist jedoch der Wasserstand morgens nicht geeignet, muss ein Kompromiss gefunden werden. Die Session kann zum Beispiel anstatt um sechs, erst um neun stattfinden, sodass der Wasserstand wieder abgefallen und der Wind trotzdem noch nicht zu stark ist. </p> <p> <b>Die Internetseiten für den Surf Forecast </b> </p> <p>Die Informationen aus dem Internet sind nicht immer zuverlässig und ein Vergleich unterschiedlicher Seiten verhindert, dass die Planung der Session noch durch fehlerhafte Informationen negativ beeinflusst wird. Das Abgleichen von unterschiedlichen Internetseiten, aber auch der Vergleich mit vergangenen Surftagen, an dem die Variablen ähnlich ausfielen ist entscheidend. </p> <p>Die beliebtesten Seiten für die Planung von Surfsessions bieten eine Vorhersage von mehreren Tagen. Darüber hinaus gibt es Internetseiten die bestehende Bedingungen über Videostreams einzelner Strände&nbsp; oder die Veröffentlichung der Daten von Wellen-Bojen anbieten. </p> <p>Für die allgemeine Planung bieten sich die beiden Internetseiten „magicseaweed.com“ und „windguru.cz“ an. „Surf-forecast.com“ bewertet vor allem die Kraft der Wellen abhängig von Richtung und Größe. Die Skalen auf der Internetseite ermöglichen eine bessere Einschätzung des Tagesverlaufs und der Veränderung des Swells.. </p> <p> <b>Der Umgang mit den Internetseiten </b> </p> <p>Bei den folgenden Links wurde „El Palmar“ als Surfspot programmiert. In der Ansicht auf „Magicseaweed“ verläuft die Vorhersage der Tage vertikal und die Angabe der Daten horizontal auf „Windguru“ erfolgt dies umgekehrt. Die Daten lassen sich gut vergleichen und Abweichungen sind nicht ungewöhnlich. Oft ist es sinnvoll die zutreffenderen Vorhersagen einzelner Variablen für die Planung der nächsten Tage zu kombinieren und sich nicht&nbsp; auf eine der Seiten zu beschränken. </p> <p>Tritt beispielsweise auf „Magicseaweed“ ein Fehler in der Vorhersage des Windes auf der bei „Windguru“ nicht besteht, wird für die nächsten Tage für den Wind der Wert von „Windguru“ in die Planung mit aufgenommen. Das Vergleichen der Vorhersagen mit den tatsächlichen Bedingungen ist wichtig und in manchen Regionen stellt sich eine der beiden Seiten als zuverlässiger herraus. </p> <p>„Magicseaweed“ und „Windguru“ geben zwar sehr detaillierte Informationen über den Tagesverlauf an, es wird aber oft nicht klar ob oder wie der Surf durch diese beeinflusst wird. </p> <p>Der auf „Surf-forecast.com“ dargestellte Swellverlauf durch die „Max-energy“ Skala und den „Wave Graph“ ermöglicht eine klare Einschätzung. So können unterschiedliche Tageszeiten und auch Surftage besser verglichen werden. Auch die eigene Einschätzung kann hier überprüft werden und der Umgang mit den Angaben der anderen Seiten wird verbessert. </p> <p>Einige Internetseiten wie auch „Magicseaweed“ bieten die Möglichkeit über Videostreams oder Wellenbojen bestehende Bedingungen zu kontrollieren. Trifft eine Vorhersage nicht zu, kann auf diesen Seiten überprüft werden, ob der Swell die Küste bereits erreicht hat. </p> <p>Um eine gute Vorhersage der Bedingungen zu erzielen und diese dann auch optimal auszuschöpfen, ist es notwendig die oben angegebenen Variablen etwas genauer zu betrachten. In den folgenden Teilen des Artikels werden diese besprochen und weitere Bezüge zu den Internetseiten hergestellt. </p> <ul> <li>Allgemeine Vorhersage ermitteln </li> <li>Variablen mit ähnlichen Tagen vergleichen </li> <li>Hauptvariablen festlegen </li> <li>Eigene Einschätzung und Tagesverlauf kontrollieren </li> <li>Vorhersage mit den bestehenden Bedingungen vergleichen </li> <li>Zeitfenster festlegen </li> <li>Bei Fehlern über Videostreams oder Bojen kontrollieren </li> </ul> ]]></content:encoded>
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